Mit dem Rad zur Arbeit – Newsletter für Koordinatoren 6
Gute Abstellanlagen sind das A und O
"Mit dem Rad zur Arbeit" funktioniert eigentlich überall. Doch natürlich kann ein Unternehmen seinen Mitarbeitern den Velo-Weg in die Firma auch richtig schmackhaft machen. Wie sieht sie also aus, die "perfekte" betriebliche Infrastruktur fürs Fahrrad?
Die Experten des ADFC wissen: "Gute Abstellanlagen sind das A und O für die Veloförderung im Betrieb." Zweckmäßige Radparker sollten in ausreichender Zahl vorhanden sein – hier gibt es viele zeitgemäße und empfehlenswerte Varianten. Sie lassen die längst überholten "Felgenkiller", bei denen das Fahrrad seitlich kippen kann, vergessen.
Eine Auswahl hochwertiger Modelle hat der ADFC hier zusammengestellt. Ist die Variante Ihrer Firma mit dabei?
Unser Tipp für engagierte Betriebs-Koordinatoren: Stehen auf dem Firmengelände Neu- oder Umbaumaßnahmen an, in deren Zuge auch eine Neuplanung der bisherigen Pkw-Parkplätze zur Debatte steht, ist dies eine gute Gelegenheit, um gegenüber der Geschäftsleitung auch das Fahrrad ins Spiel zu bringen. Die nackten Zahlen könnten so manchen kostenbewussten Unternehmer überzeugen: Während die Einrichtung eines hochwertigen Radstellplatzes oft nur um 100 Euro kostet, schlägt der Bau eines Auto-Parkplatzes mit dem Vielfachen zu Buche – und die Arbeitnehmer bleiben fit!
Was ist noch wichtig? Zum Beispiel ein Umkleideraum und die Möglichkeit, feuchte oder nasse Kleidungsstücke tagsüber zu trocknen. Duschen sind nicht zwingend notwendig. Meist genügt ein Handwaschbecken zum Frischmachen. Fast ebenso wichtig – vor allem in größeren Betrieben – können aber auch "weiche" Maßnahmen sein, mit denen Kollegen zum Umsteigen vom Auto aufs Rad motiviert werden: Feierabend-Touren durch die Umgebung, Betriebsausflüge per Fahrrad gehören dazu – aber auch Mobilitäts- und Gesundheitstage im Betrieb, bereitgestellte Reparaturkoffer und extra organisierte Events zur Fahrrad-Codierung. Oder die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft, um das Fahrrad in der Firma voranzubringen. Der ADFC vor Ort kann Ihnen wertvolle Tipps geben, welche Bausteine für Ihren Betrieb sinnvoll sind.
Viele Firmen experimentieren auch mit eigenen Ideen. Ein schönes Beispiel sind etwa "Stempel-Karten": Diese werden an alle Kollegen verteilt, die per Rad zur Arbeit kommen. Diese werden nach jedem Velo-Weg beim Pförtner oder an anderer zentraler Stelle gestempelt. Ist eine bestimmte Zahl an Stempeln erreicht, kann man mit der Karte etwa an Verlosungen teilnehmen.
Es gibt viele Möglichkeiten, um den Mitarbeitern den velomobilen Weg zur Arbeit zu ebnen. Doch manch ein Firmenchef will weiter gehen – und erkennt erst während der Teilnahme seines Betriebs an "Mit dem Rad zur Arbeit" die eigenen Defizite in Sachen Radler-Freundlichkeit – wie etwa fehlende Umkleiden oder mangelhafte Radstellplätze. Entsprechende Investitionen kosten Geld und wollen sinnvoll geplant sein. Der ADFC-Bundesverband bietet deshalb bei Interesse eine professionelle Betriebsberatung an. Kontakt: Wilhelm Hörmann, Stichwort: "ADFC-Betriebsberatung".
Mehr Infos: www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de.




