Mit dem Rad zur Arbeit – Newsletter für Koordinatoren 7
Fahrradmitnahme im ÖPNV wird vielerorts einfacher
Rund zehn Prozent der Teilnehmer von "Mit dem Rad zur Arbeit" legten im vergangenen Jahr einen Teil ihrer täglichen Wegstrecke per Bus, U-, S- oder Straßen-Bahn zurück – und kombinierten auf diese Weise zwei umweltbewusste Verkehrsmittel.
Dabei gibt es zwei Varianten: Entweder das Fahrrad an der Bahn- oder Bushaltestelle stehen lassen – oder gleich mit in das Verkehrsmittel nehmen. Letztere Variante wird inzwischen vielerorts einfacher. Die Verkehrsunternehmen und Kommunen erleichtern dies immer öfter – auch bei Ihnen vor Ort? Eine Recherche zu Tarifen und Verbindungen lohnt – so wird für Fahrrad-Pendler aus Ihren Betrieb der Arbeitsweg vielleicht noch unkomplizierter und beliebter!
Um die Radmitnahme im ÖPNV attraktiv zu machen, bieten viele Kommunen etwa günstige und einfache Ticket-Regelungen an – wie etwa in Berlin: In Verbindung mit dem dortigen gut ausgebauten Netz von S-, U- und Regionalverbindungen sowie einer Fahrrad-Monatskarte für nur wenige Euro ist das Fahrrad dort häufig das schnellste Verkehrsmittel. Seit der Einführung der günstigen Fahrrad-Monatskarten – derzeit kosten sie 8,50 Euro im Stadt-Bereich – hatte sich die Zahl der Nutzer schon im ersten Jahr von 60.000 auf über 100.000 erhöht.
Zum anderen bringt auch Hilfe bei der Wegeplanung das Fahrrad leichter ins öffentliche Verkehrsmittel – etwa durch elektronische Routendienste wie in Nordrhein-Westfalen. Im "Radroutenplaner NRW" im Internet lässt sich zusätzlich zur Fahrradroute auch die optimale An- und Abreiseinfo mit dem Öffentlichen Verkehr recherchieren. Als Ergebnis erhält man neben den straßenscharfen Fahrtanweisungen für die Radroute und die tabellarische Fahrplanauskunft auch eine Anzeige der gesamten "intermodalen" Verbindung auf einer Karte: Das macht die Velo- und ÖPNV-Kombination auch für Arbeitnehmer interessant, die ihre Alltagswege per Fahrrad erst noch entdecken oder gerne neue Teilstücke oder Alternativrouten ausprobieren wollen – und ein solcher Plan lässt sich natürlich auch ohne Internet-Datenbank individuell recherchieren.
Schon jetzt nehmen viele Pendler ihr Fahrrad mit in die Regionalzüge der Deutschen Bahn – die DB transportiert im Regional- und Nahverkehr nach eigenen Angaben rund 1,5 Millionen Räder im Jahr. Und während sich auch dafür die Angebote vielerorts meist verbessern, ist die Fahrradmitnahme in Fernverkehrszügen leider nicht immer selbstverständlich: Viele InterCity-Verbindungen werden durch ICE-Züge ersetzt – und dort bleibt bislang nur die Möglichkeit, ein Faltrad mit zu nehmen, dies aber übrigens kostenlos. Der ADFC setzt sich dafür ein, dass auch "normale" Fahrräder ganz regulär in den Hochgeschwindigkeitszügen mitgenommen werden können.
Mehr Informationen zur Fahrradmitnahme in Zügen unter www.adfc.de/bahn.
Den Radroutenplaner für Nordrhein-Westfalen finden Sie unter: www.radroutenplaner.nrw.de.
Den Radroutenplaner für Hessen finden Sie unter: www.radroutenplaner.hessen.de.
Mehr Informationen zu "Mit dem Rad zur Arbeit" gibt es unter www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de und www.adfc.de/gesundheit.




