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Das Sparschwein auf zwei Rädern

20. Juli 2009

Im Zuge der steigenden Preise an den Tankstellen und der Klimaschutzdebatte ist im vergangenen Jahr so mancher Autofahrer auf das Fahrrad umgestiegen. Das Fahrrad als Null-Emissions-Fahrzeug ist nicht nur bei der Klimabilanz unschlagbar: Es ist auf kurzen Strecken schneller und auch bei den Kosten hat das Fahrrad andere Verkehrsmittel längst abgehängt.

Das Umsteigen aufs Fahrrad lohnt sich tatsächlich: Die Stadtwerke Bochum hatten 2007 ausgerechnet, dass jeder ihrer Mitarbeiter, der das Auto stehen ließ und aufs Fahrrad umstieg, am Tag 1,50 Euro an Spritkosten sparte. Das erscheint auf den ersten Blick recht wenig, aber rechnet man die anteiligen Kosten für den Unterhalt und die Anschaffung hinzu, wird Autofahren gerade auf Kurzstrecken richtig teuer.

Auf kurzen Strecken ist der Benzinverbrauch bei einem kalten Motor besonders hoch – bis zu 35 Liter pro 100 Kilometer, gibt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen an. Erst ab dem 4. Kilometer pendelt sich der Verbrauch auf dem normalen Niveau ein. Die Verbraucherzentrale hat ausgerechnet: Die Fahrt zum Bäcker in zwei Kilometern Entfernung kostet so mehr als zwei Euro – mit dem Fahrrad hätten das in NRW sieben Brötchen mehr bedeutet.

Im Laufe ihres Lebens geben Bundesbürger rund 80.000 Euro für Benzin aus – Tendenz steigend. Zwischen 2000 und 2008 sind die Verbraucherpreise insgesamt um 15,6 Prozent gestiegen, überproportional stiegen die Preise für den Unterhalt von Autos um 25,2 Prozent und die Preise für Bahntickets im gleichen Zeitraum um 27 Prozent. Mit dem Fahrrad koppeln Sie sich von der Preisspirale ab, denn die Kosten für das Fahrrad blieben mit drei Prozent mehr fast auf dem gleichen Niveau.

Wer täglich auf dem Rad unterwegs ist, sollte mindestens 600 bis 700 Euro in sein Rad investieren, rät der ADFC. Das ist gut angelegtes Geld, denn je besser die Qualität, desto weniger reparaturanfällig ist das Rad. Neben den Anschaffungskosten fallen beim Fahrrad Reparatur- und Wartungskosten an. Hier sollten Sie nicht an der falschen Stelle sparen, denn eine regelmäßige Pflege durch Sie und die Fahrradinspektion beim Fachhändler erhöht die Lebensdauer ihres Sparschweins auf zwei Rädern erheblich.

Weiterhin gute Fahrt und viel Erfolg wünscht Ihnen

Ihr Team der Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit"
www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de

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