Mit dem Rad zur Arbeit – Auftaktveranstaltung in Frankfurt am Main

Öffentlichkeitswirksames Startsignal
1. Juni 2009
Vor dem Frankfurter Rathaus, dem Römer, haben prominente Gäste am 19. Mai den bundesweiten Auftakt von "Mit dem Rad zur Arbeit" fahrradgerecht mit der Klingel eingeläutet. Das öffentlichkeitswirksame Startsignal zur mittlerweile neunten Kampagne und zum folgenden Fahrradkorso durch die Bankenmetropole gaben Vertreter aus der Bundespolitik, der Stadt Frankfurt sowie von AOK und ADFC.
Es passiere zurzeit etwas Wichtiges in den Städten, sagte Ulrich Kasparick (SPD), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium: Sie fingen an, den Verkehr wieder für die Menschen als für das Auto zu planen. "Der Radverkehr ist lange als Stiefkind behandelt worden. Jetzt entsteht zwischen den Städten ein Wettbewerb." Das Potenzial für mehr Radverkehr sei groß, so Ulrich Kasparick: 30 Prozent aller Verkehrswege in Ballungsräumen könnten mit dem Fahrrad und dem öffentlichen Nahverkehr zurückgelegt werden.
Wie wichtig es sein kann, Radverkehr verstärkt zu fördern, zeigte die Umweltdezernentin der Stadt Frankfurt, Manuela Rottmann, am Beispiel der Stadt: "In Frankfurt pendeln täglich 325.000 Menschen ein und 64.000 aus." Mehr Fahrten mit dem Fahrrad könne nicht nur den Verkehr entlasten, sondern auch für mehr Lebensqualität sorgen und sei die Antwort auf Feinstaubprobleme und gut für die eigene Gesundheit.
"Das Fahrrad ist ein ideales Instrument, um etwas gegen Bewegungsmangel zu tun", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, Rolf Schwanitz (SPD). Zusammen mit falscher Ernährung sei zu wenig Bewegung hauptsächlich für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Übergewicht verantwortlich, sagte der Politiker. In einer alternden Gesellschaft sei es wichtig, auch im Alter noch mobil zu sein. "Mit dem Rad zur Arbeit" sei daher eine vorbildliche Aktion – auch für andere Präventionskampagnen –, die es geschafft habe, viele Menschen auch ohne erhobenen Zeigefinger zum Umsteigen auf das Fahrrad zu bewegen.
Die wirtschaftlichen Vorteile von gesunden Mitarbeitern zeigte Rainer Dittrich, Geschäftsführer Markt/Produkte vom AOK-Bundesverband, auf. Er zitierte eine niederländische Studie, nach der Mitarbeiter, die täglich mit dem Rad zur Arbeit kommen, im Schnitt einen Tag im Jahr weniger krank seien. Dies spare Kosten und sei ein Wettbewerbsvorteil. Und nicht zu unterschätzen sei das Gemeinschaftsgefühl, das die Teammitglieder durch den Spaß an der gemeinsamen Aktion schaffen, sagte der stellvertretende ADFC-Bundesvorsitzende Bertram Giebeler.
Auf das Fahrrad als die Mobilitätslösung der Zukunft machten die Politiker sowie rund 60 Verbands- und Firmenvertreter, Betriebskoordinatoren und Teilnehmer beim anschließenden öffentlichkeitswirksamen Fahrradkorso zum Messegelände aufmerksam. Professionell geleitet von ADFC-Tourenleitern fuhr der Fahrradkorso durch die City und die Hochhausschluchten der Bankenmetropole zum Messegelände, wo die Auftaktveranstaltung mit einer Podiumsdiskussion ausklang.
Mehr Infos zur Auftaktveranstaltung finden Sie gleich hier.
Viel Erfolg und gute Fahrt wünscht Ihnen Ihr Team von
MIT DEM RAD ZUR ARBEIT 2009!




