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13. September 2008

ADFC Hessen mahnt stärkere Förderung des Radverkehrs an

Verband wächst auf 10.000 Mitglieder an/Landesversammlung in Rüsselsheim

Rüsselsheim. Finanzielle und strukturelle Verbesserungen für den Radverkehr seitens der Politik hat der hessische Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs anlässlich seiner Landesversammlung in Rüsselsheim gefordert. Die Erhöhung der Mittel für den Radwegebau an Landesstraßen und für Radverkehrsanlagen in den Städten, eine effektivere Strukturierung der Straßen- und Verkehrsverwaltung und höhere Personalressourcen bei der Radverkehrsplanung seien die dringendsten Aufgaben für die Politik, so der ADFC Hessen. Ihre Forderungen unterstreicht die Interessenvertretung hessischer Radfahrer durch ein kontinuierliches Wachstum: Vor wenigen Wochen ist das 10.000. Mitglied in den ADFC Hessen eingetreten.

Dramatischen Finanzbedarf sieht der ADFC Hessen beim Radwegebau an Landesstraßen. Die vorhandenen Mittel seien so gering, dass sich zahlreiche Projekte auf der Warteliste befänden. Auch kommunale Projekte – darunter qualifizierte Radverkehrskonzepte in Städten wie Frankfurt am Main, Offenbach, Darmstadt und Kassel – bedürfen einer zusätzlichen Förderung. "Wenn das Fahrrad als klimafreundliches Verkehrsmittel heute ganz oben auf der politischen Agenda steht, muss dem auch die Einsicht folgen, dass die dafür erforderliche Infrastruktur nicht zum Nulltarif zu haben ist", sagte Volkmar Gerstein, Vorsitzender des ADFC Hessen.

Neben Geld fehlt es laut ADFC Hessen auch an dem nötigen Personal. Daher sollten die in der Hessischen Straßen- und Verkehrverwaltung für den Radverkehr abgebauten Personalkapazitäten unbedingt wieder hergestellt werden. Zudem regt der ADFC Hessen die Schaffung von Kompetenzzentren für den Radverkehr bei ausgewählten Ämtern für Straßen- und Verkehrswesen in Hessen an. Es sollte selbstverständlich werden, alle Aktivitäten, die den Radverkehr betreffen, sinnvoll zu bündeln.

Während die Wegweisung der Hessischen Radfernwege durch die Beauftragung des ADFC in den vergangenen Jahren optimiert wurde und inzwischen deutschlandweit als vorbildlich gelten kann, bestehe bei der Routenführung – vor allem aber beim Zustand der Wegoberflächen großer Handlungsbedarf, entsprechende Mängel seien vom ADFC dokumentiert worden. Die Radfernwege müssen auch weiterhin durch den ADFC Hessen sachgerecht geprüft und gepflegt werden, die Verkehrssicherheit muss auf allen Wegen gewährleistet sein, einige Routenführungen müssen optimiert werden.

Ein Wachstum von drei Prozent in den letzten 12 Monaten hat die Mitgliederzahl des ADFC Hessen über die Marke von 10.000 gehoben. Während andere Großorganisationen mit Mitgliederschwund zu kämpfen haben, kommen immer mehr Menschen in den ADFC, weil sie hier ihre Interessen als Radfahrer gut vertreten wissen. Gleichwohl sieht der Verband die erfreuliche Entwicklung nicht als Grund, sich zufrieden zurückzulehnen. Da Radfahren überall, nahezu in jedem Alter und unabhängig von Geschlecht und Herkunft möglich ist, möchte der ADFC auch ein Platz für die gesamte Breite radfahrender Menschen in der Gesellschaft sein – für jede Mitbürgerin und jeden Mitbürger, an möglichst vielen Orten. Eine Analyse der Mitgliederstruktur habe gezeigt, dass dieses Ziel noch nicht erreicht ist. So bestehen etwa in Mittel- und Nordhessen Wachstumspotenziale für den ADFC, die bisher zu wenig genutzt wurden. Außerdem will der ADFC jünger, weiblicher und internationaler werden. Diese Zielgruppen will der Verband nun verstärkt ansprechen.

Über den ADFC Hessen
Der ADFC Hessen gründete sich 1986 und ist mit seinen Gliederungen heute in 23 Landkreisen und kreisfreien Städten aktiv. Ein Großteil der Vereinstätigkeit – von geführten Radtouren über Beratung zu Verkehrssicherheit bis zu Vorkehrungen gegen Fahrraddiebstahl – ist getragen vom ehrenamtlichen Engagement seiner 10.000 Mitglieder. Die Landesgeschäftsstelle des ADFC Hessen ist in Frankfurt am Main angesiedelt. Detaillierte Informationen über die Projekte des ADFC Hessen bietet das Internet: adfc-hessen.de

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Der Frankfurter Allgemeinarzt Dr. Herbert von Laer (Foto) ist das 10.000. Mitglied des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs in Hessen. Bei der Landesversammlung des Fahrradverbands in Rüsselsheim erhielt das Neumitglied am Samstag ein besonderes Begrüßungsgeschenk: Ein Wellness-Wochenende für zwei Personen im Weilburger 4-Sterne-Hotel "Lahnschleife" Das Hotel liegt direkt am populären Lahnradweg, den der ADFC zertifiziert hat und gehört zu den über 4.600 Bett & Bike-Gastbetrieben in Deutschland, deren besonders fahrradfreundlicher Service vom ADFC anerkannt ist. Wie gesund regelmäßiges Radfahren ist, weiß das frischgebackene Vereinsmitglied selbst am besten: "Ich fahre jeden Tag mit dem Rad in die Praxis und auch zu den Hausbesuchen. Damit hoffe ich, den Patienten zeigen zu können, wie einfach man etwas gegen Übergewicht und Bewegungsmangel tun kann", so Dr. Herbert von Laer.
Foto: ADFC Hessen - Abdruck honorarfrei
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Kontakt:
ADFC Hessen e.V.
Norbert Sanden
Eschenheimer Anlage 15
60318 Frankfurt am Main

Tel.: 069 4990-090
Fax: 069 4990217

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